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Chronik der Naturschutzarbeit (Band I)

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Naturschutzarbeit im Landkreis Löbau-Zittau

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• • • • • • • • • • • • • • • • • Naturschutzarbeit • • • • • • • • • • • • • 1949–1989 • • • • • • • • • • • • Heinz Knobloch schrieb zur Situation des Rauhfußkauzes im Zittauer Gebirge in der Fachzeitschrift „Der Falke“, (Jg. 5, Hefte 2 u. 3, 5/1958) 1. Der Rauhfußkauz ist seit 1951 ein fast regelmäßiger aber seltener Bewohner des Zittauer Gebirges. 2. Platz I war 1951 und 1952 besetzt, Platz II wird seit 1954 bewohnt. 3. Gelegentlich wurden auch andernorts vereinzelt Rauhfußkäuze festgestellt. Es wird angenommen, dass es sich bei ihnen nur um umherstreifende gehandelt hat. 4. 1956 sangen mit Sicherheit im Zittauer Gebirge zwei Männchen. Bei Platz II gelang der Nachweis vier flügger Jungvögel. 5. Die Vorkommen lagen von den nächsten menschlichen Siedlungen teilweise nicht weit entfernt. 6. Obwohl ein Uhupaar in der Nähe haust, wird Platz II seit 3 Jahren bewohnt. 7. Ein Männchen, das genauer beobachtet wurde, hatte bestimmte Rufplätze, die während der Gesangszeit im April und Mai streng eingehalten wurden. Der Gesang war bei günstiger Witterung auf verhältnismäßig große Entfernung zu vernehmen. Ich hörte ihn von Februar bis Ende Mai“ Unter Anleitung der erfahrenen Ornithologen B. Prasse, F. Günther und R. Trenkler in Gemeinschaftsarbeit mit den damals jungen Ornithologen H. Knobloch und V. Kramer entstand 1950 das Manuskript „Die Vogelwelt des Zittauer Kreises“ (EIFLER, 1984). Seitdem nahm die feldornithologische Arbeit durch rege Exkursionstätigkeit, intensive Nistkastenbetreuung und umfangreiche Naturschutzarbeit einen erneuten Aufschwung. Von den Mitgliedern der Zittauer Fachgruppe wurden zeitweise über 600 Nistkästen betreut. Eine Reihe von Veröffentlichungen, insbesondere von H. Knobloch, entstand aus intensiver Beschäftigung mit der Vogelwelt. Bei der Betreuung gefährdeter Vogelarten entwickelten die Fachgruppen-Mitglieder unter Leitung von H. Knobloch vielfältige Initiativen. Es erfolgten intensive Erfassungen der Brutbestände, der Bestandsdynamik zu den Zugzeiten und umfangreiche Siedlungsdichte-Untersuchungen. Mit erheblichem Zeitaufwand wurden seit 1978 mit Unterstützung der Naturschutzhelfer des Kreises Zittau insbesondere Bruten vom Aussterben bedrohter Vogelarten bewacht. Naturschutz und Ökologie gehören seit Jahren zum Arbeitsfeld der Fachgruppe. (G. HOFMANN, 1993) Seit 1967 haben die Brüder G. und K. Hofmann ein Nistkastenrevier mit 300 Nistkästen eingerichtet und betreut. (EIFLER, 1984) Zum aufwändigsten und gleichfalls effektivsten Arbeitsgebiet der Fachgruppe entwickelte sich die Avifaunistik. Aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind avifaunistische Arbeiten aus dem Kreisgebiet bekannt. Planmäßig und intensiv wird seit der Teilnahme an der Internationalen Wasservogelzählung im Jahr 1965 gearbeitet. Starke Impulse gingen von dem 1968 gegründeten „Avifaunistischen Arbeitskreis Oberlausitz“ aus. Die Zittauer Ornithologen trugen zu den Avifaunen Sachsens und der Oberlausitz bei und erarbeiteten die Avifauna des Kreises Zittau, die 1985 veröffentlicht wurde. Neben Siedlungsdichte-Untersuchungen gehörten seit 1978 drei Brutvogelkartierungen zum Arbeitsprogramm: 27

28 Landschaftspflegeeinsatz Arbeitsgemeinschaft „Natur“ in Olbersdorf mit ehrenamtlichen Naturschutzhelfern, Fotos: Dietmar Spittler

Natur / Umwelt

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