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Chronik der Naturschutzarbeit (Band II)

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Naturschutzarbeit im Niederschlesischen Oberlausitzkreis (NOL)

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• • • • • • • • • • • • Anfänge • • • • • • • des • • Naturschutzes • • • • • • • • • • • bis • • 1945 • • • • • • • • Johann Gottlieb Krezschmar (1785–1869). Der Görlitzer Tuchkaufmann rief 1811 zur Gründung einer Ornithologischen Gesellschaft auf. Krezschmar, ursprünglich aus Altenburg stammend, galt damals als einer der bedeutendsten Ornithologen der Lausitz. Nur zehn Jahre später erklärte er aufgrund von Unstimmigkeiten seinen Austritt. Quelle: Senckenberg-Museum für Naturkunde Görlitz, aus: Julia Hammerschmidt: 200 Jahre Naturforschende Gesellschaft und Museum für Naturkunde Görlitz Rechte und Pflichten der Gesellschaft: Die Gesellschaft überschreitet nie die Zahl von 18 wirklichen Mitgliedern. Alle drei Monate kommt die Gesellschaft abends von 6 bis 11 Uhr zusammen. Von 6 bis 8 Uhr darf allein über ornithologische Gegenstände gesprochen werden. Von 8 bis 9 Uhr nimmt die Gesellschaft ein freundschaftliches Abendessen zu sich, und bleibt dann bis 11 Uhr beisammen. Alle Kartenspiele und politische Gespräche während der Versammlung sind verboten. Jeder, der Mitglied werden will, muss Bechsteins Beschreibung der Stubenvögel gelesen haben und entweder zwei Vögel der 1. Klasse – hierzu gehören alle ausländischen Vögel und die Nachtigall – oder vier Vögel der 2. Klasse – z. B. Kanarienvögel und Lerchen – oder sechs Vögel der 3. Klasse – wie Finken, Wachteln, Sperlinge – lebendig besitzen. Jedes aufgenommene Mitglied zahlt 16 Groschen Eintrittsgeld zur Kasse gegen Quittung des Sekretär-Kassierers. Julia Hammerschmidt: 200 Jahre Naturforschende Gesellschaft und Museum für Naturkunde Görlitz. Görlitz 2011. 13

1844 Der Totenstein, bekanntester, etwa 10 m hoher Felsenturm in den Königshainer Bergen, wurde vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. bei einem Besuch im Jahr 1844 unter Naturschutz gestellt. Dieses Felsgebilde diente in ur- und frühgeschichtlicher Zeit als Kultplatz. 1847 Aus dem Jahr 1847 liegen die ersten offiziellen Naturschutzversuche des damaligen Königreichs Sachsen vor. 1853 Im 1853 veröffentlichten „Tharandter Forst-Jahrbuch“ erfolgte die Inventarisierung von Bäumen, die sich durch Größe, Schönheit oder Form auszeichneten. 1875 Gründung des „Deutschen Vereins zum Schutze der Vogelwelt“. 1876 Das „Gesetz, die Schonzeit der jagdbaren Thiere betreffend“ vom 22. Juli 1876. Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1876. Dieses stellte unter anderem Lerchen, Drosseln und alle kleineren Feld-, Wald- und Singvögel unter Schutz. Damit wurde in Sachsen der vollkommene Schutz aller nicht jagdbaren Vögel angeordnet 1888 Einführung des Reichsvogelschutzgesetzes 1893 erschien die „Flora der Görlitzer Heide“ des Oberlausitzer Botanikers Emil Barber 1898 erschien der Beitrag von W. Baer: Zur Ornis der preussischen Oberlausitz. Nebst einem Anhang über die sächsische. 14

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