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Chronik der Naturschutzarbeit (Band II)

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Naturschutzarbeit im Niederschlesischen Oberlausitzkreis (NOL)

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• • • • • • • • • • • • Anfänge • • • • • • • des • • Naturschutzes • • • • • • • • • • • bis • • 1945 • • • • • • • • Turmfalke Foto: Werner Münster 21

1933 Die Naturforschende Gesellschaft zu Görlitz wird gezwungen, eine neue Satzung zu beschließen. Präsident Illner erkennt die geforderte „Gleichschaltung der Gesellschaft“ nicht an und tritt zurück. 1934 Gesetz zum Schutze von Kunst-, Kultur- und Naturdenkmalen „Einen weiteren großen Schritt vorwärts im Sinne der Erhaltung unserer einheimischen Natur bildete für das Land Sachsen die Veröffentlichung des Gesetzes zum Schutze von Kunst-, Kultur- und Naturdenkmalen vom Jahre 1934. Es befasste sich mit dem Schutz der Naturdenkmale, die erstmalig in einer Denkmalliste einzutragen waren. Es enthielt eine Definition der als Naturdenkmal anzusehenden Objekte, wie Gebiete mit erhaltenswerten Gebilden der Bodengestaltung aller Art, Gewässern, Tier- und Pflanzenarten und erdgeschichtliche Aufschlüsse. [...] Damit wurden der Erhaltung von Landschaftsteilen als Naturschutzgebiete die Wege geebnet, obwohl schon vorher durch den damaligen sächsischen Verein ‚Heimatschutz‘ einzelne besonders hervorragende Gebiete angekauft worden waren, die damit zu Schutzgebieten wurden“ (Winkler 1954). 1934 Verordnung über die Sicherung von Naturdenkmalen im Landkreise Görlitz vom 3.10.1934 in der Sonderbeilage zum Amtsblatt Nr. 42 der Preußischen Regierung zu Liegnitz. 33 Naturdenkmale gesetzlich geschützt werden, darunter ein Teil der Königshainer Berge mit Hochstein, Teufelsstein und Totenstein sowie die Lindenallee in Arnsdorf und zahlreiche Einzelbäume, insbesondere Linden, Eichen, Buchen, Rosskastanien, Weymouthskiefern, Silberpappeln, Nussbäume sowie Besonderheiten wie Tulpenbaum und Birnbaum. Nachtragsverordnung vom 25.2.1938 zum Schutz weiterer Objekte u. a. die Felsgebilde Cacusfelsen in Arnsdorf auf dem Zillig-Berg, der Opferstein in Biesig am Hutberg, der Dittmannsdorfer Hochstein, die Zigeunerhöhle bei Hilbersdorf, der Zyklopenfelsen bei Jauernick-Buschbach zwischen Kreuzberg und Schwarzem Berg, die Granitschlucht im Friedenstal bei Krobnitz, der Spitzberg bei Deutsch-Paulsdorf sowie der Paulsdorfer Klunzen „Theresienplatz“ am Westabhang des Friedersdorfer Berges, die Lindenallee bei Gersdorf sowie zwei Eichen, die einen Zwiesel bilden bei Zodel an der Neiße. Nachtragsverordnung vom 1.6.1939: die Schanze bei Friedersdorf. 1935 Außerkraftsetzung spezieller sächsischer gesetzlicher Bestimmungen des Vogelschutzes durch das Reichsnaturschutzgesetz vom 26.6.1935. 1945 Auf Anordnung der Sächsischen Landesverwaltung wird die Naturforschende Gesellschaft zu Görlitz verboten. 22

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