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Lehrpfade im Landkreis Görlitz

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27 Naturlehrpfade des Landkreises Görlitz vorgestellt

6 Start / Ziel

6 Start / Ziel Öffentlicher Verkehr Parkmöglichkeit Information • am Spielplatz in Groß Saubernitz • Zug: Bahnhof Niesky ODEG Linie Hoyerswerda –Niesky • Bus: Haltestelle Ober Prauske Abzweig Groß Radisch NVG Linie 135 / Reichenbach –Weißenberg –Niesky • kein zentraler Besucherparkplatz • einzelne Parkmöglichkeiten ergeben sich am Straßenrand in der Ortslage • www.hohendubrau.org Wissenswertes Neben einheimischen Bäumen und Sträuchern, wie Eberesche, werden zahlreiche Obstbaumarten und -sträucher vorgestellt. Während der Vegetationszeit ist die bunte Hecke mit ihrer Vielzahl an Blüten und Früchten nicht nur eine Augenweide, sondern zieht Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, aber auch Käfer und zahlreiche Bodenlebewesen an. Die durch die Anlage des Gehölzlehrpfades entstandene Hecke, heute noch vor Wildverbiss geschützt, ist ein potentielles Biotopverbundelement, welches den strukturreichen Ortsrand mit Gärten und Obstbäumen verbindet. Für die angrenzenden Waldgebiete sind die Erhaltung des Bestandes an Alt- und Totholz sowie die Erhaltung und Entwicklung von Waldsäumen wichtige Kriterien für die Erhaltung der Lebensräume. Lesesteinhaufen bereichern die Hecke als Lebensraum. Man kann sie an Wegrändern von Äckern im ländlichen Raum häufig finden. Da steinige Äcker nur schwer zu bearbeiten waren, wurden die Steine von den Äckern gelesen und am Feldrain zu Haufen zusammengetragen. Diese Lesesteinhaufen entwickelten sich mit der Zeit zu wertvollen Lebensräumen. Viele Tierarten, u. a. Amphibien, Laufkäfer, Spinnen, Wildbienen fanden hier Unterschlupf und Zuflucht vor Feinden. Die wechselwarme Zauneidechse (Lacerta agilis) sonnt sich auf den warmen Steinen. Erst dann kann sie nach einer kalten Nacht auf Beutefang gehen. 6 neu angelegte Gehölze des Naturlehrpfades (Foto: NSZ) rechts oben: blühender Kirschzweig (Foto: K. Sbrzesny) links: Zauneidechse (Foto: K. Sbrzesny) 28 GEHÖLZLEHRPFAD GROSS SAUBERNITZ 29

7 Granitabbau-Lehrpfad Königshainer Berge > Ringweg Bahnhof Königshain > Hochsteinstraße > Hamannbruch > Thadenbruch > Firstensteinbruch > Bremsberg > Bahnhof Zum Lehrpfad Der Natur- und Steinbruchlehrpfad befindet sich inmitten der reizvollen Berglandschaft im nördlichen Bereich des Ostlausitzer Hügellandes. Die Königshainer Berge sind charakterisiert durch bewaldete Höhenzüge von ca. 400m ü. NN. Im Jahre 1974 wurde dieses Gebiet als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Der hier anstehende Königshainer Granit weist besondere Eigenschaften auf. Dazu zählen der geringe Glimmeranteil, seine gute Spaltbarkeit nach drei bevorzugten Richtungen, seine Verwitterungsbeständigkeit und Rostfreiheit. Aufgrund dieser Eigenschaften galt er als hervorragender Werkstoff. Die Gewinnung des Königshainer Granites als Baustein reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück und begann mit der Abtragung der damals zahlreichen Felsen auf einem 30km² großen Gebiet. In den Jahren 1975/76 wurde der Steinabbau im letzten Steinbruch eingestellt. Mit dem Natur- und Steinbruchlehrpfad wird dem Besucher ein Einblick in die jahrhunderte alte Geschichte der Steinbrucharbeit gewährt und den Steinbrucharbeitern ein bleibendes Denkmal gesetzt. Insgesamt widmen sich 44 Objekte des Lehrpfades der Zeit des Granitabbaus. Hinzu kommen 31 Hinweistafeln und Markierungen, die auf die Tier- und Pflanzenwelt der Königshainer Berge hinweisen. Ausschilderung Der Naturlehrpfad folgt überwiegend gekennzeichneten Wanderwegen. Die einzelnen Objekte des Lehrpfades sind durchgehend nummeriert und auf Tafeln kurz erläutert. 7 Themen 2,5 km 1,5 1 h • Geschichte des Granitabbaus und Natur Sehenswürdigkeiten • Hochstein (406m) mit Aussichtsturm und Gaststätte • Granitabbaumuseum Königshain • Stadt Görlitz mit historischer Altstadt • Ackerbürgermuseum in Markersdorf Schutzgebiete Begleitliteratur Erhältlich • Landschaftsschutzgebiet »Königshainer Berge« • FFH 29E Laubwälder der Königshainer Berge • Lehrpfadführer für den Natur- und Steinbruchlehrpfad im LSG Königshainer Berge, herausgegeben vom Königshainer Heimatverein • in der Gemeindeverwaltung Königshain • im Granitabbaumuseum Sehenswürdigkeiten am Wege Der Lehrpfad führt vorbei an mehreren ehemaligen Steinbrüchen, wie Müllersteinbruch, Thadesteinbruch und Firstensteinbruch sowie vielen Zeugnissen der früheren Steinbruchtätigkeit. Entstehung Der Lehrpfad entstand 1992 auf Initiative des Königshainer Heimatvereins, welcher eine Arbeitsgruppe mit Lutz Neugebauer, Dr. Klaus Strohbach, Gotthard Gaertner und Karl-Georg Hartmann beauftragte, einen Lehrpfad einzurichten. Dieser entstand in Zusammenwirken mit ehemaligen Steinarbeitern, ortskundigen Bürgern und ABM- Kräften. So wurde eine langjährige Idee verwirklicht. Firstensteinbruch (Foto: Dr. H. D. Engelmann) 30 GRANITABBAU-LEHRPFAD KÖNIGSHAINER BERGE 31

Natur / Umwelt

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