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Lehrpfade im Landkreis Görlitz

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27 Naturlehrpfade des Landkreises Görlitz vorgestellt

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7 7 links: Schachmannsäule (Foto: NSZ) Mitte: Kuckucksstein (Foto: LPV Oberlausitz, Reichenbach) unten: Ringelnatter (Foto: K. Sbrzesny) Start / Ziel Öffentlicher Verkehr Parkmöglichkeit Information • Bahnhof Königshain – Hochsteinstraße • Zug: Bahnhof Görlitz • Bus: Haltestelle Königshain –Oberdorf NVG Linie 145 / Görlitz –Königshain –Weißenberg • oberhalb des Bahnhofs • www.koenigshainer-berge.de Wissenswertes Firstenstein und Schachmannsäule: Der Firstenstein ist ein markanter Felsen, welcher dem Granitabbau weichen musste. Nach ihm wurde der Firstensteinbruch benannt. Die Schachmannsäule, die sich einst auf dem Firstenstein befand, findet man heute am Rande des Firstensteinbruchs. Sie erinnert an Carl Adolf Gottlob Schachmann (1725–1789), einem Mitbegründer der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Görlitz. Kuckucksstein Ein kleiner Abstecher vom Lehrpfad lohnt sich: Der Kuckucksstein ist eine geologische Besonderheit mit Geschichte. Es handelt sich dabei um einen Felsen in Form eines Vogelkopfes. Er gilt als kleinster frei stehender Felsen des Gebietes und zugleich als der auffälligste. Besonders markant ist eine augenförmige Öffnung, die in früherer Zeit künstlich angelegt wurde. Durch diese Öffnung hindurch scheint gegen Nachmittag für mehrere Wochen die Sonne der Wintersonnenwende. Auf der Südseite besitzt der Kuckuckstein eine sitzförmige Ausformung, von welcher man die Sonne am Morgen des Frühlings-/und Herbstanfangs erblicken kann. Zu besonderen Terminen werden Führungen angeboten. 32 GRANITABBAU-LEHRPFAD KÖNIGSHAINER BERGE 33

8 Themen Naturlehrpfad Landeskrone Görlitz > Biesnitz, Straßenbahnhaltestelle > Lindenallee > Nordweg > Gipfel > Südweg > Biesnitz 2 km 1,5 2 h • Natur und Geschichte der Landeskrone Sehenswürdigkeiten • Stadt Görlitz – Kulturzentrum und historische Altstadt • Tierpark Görlitz • Zgorzelec – polnische Nachbarstadt von Görlitz Schutzgebiete Begleitliteratur Erhältlich • Naturschutzgebiet (NSG) Landeskrone • Bestandteil des FFH-Gebietes Nr. 30E »Basalt- und Phonolithkuppen der östlichen Oberlausitz« • Die Landeskrone bei Görlitz. Ein Führer für Natur- und Heimatfreunde herausgegeben von Wolfram Dunger • Supplement zu Band 59/1984 der Abhandlungen und Berichte des Naturkundemuseums • im Senkenbergmuseum • in Bibliotheken Zum Lehrpfad Der Naturlehrpfad führt den Besucher auf einem Rundweg hinauf zum Gipfel eines charakteristischen Basaltberges der Oberlausitz. Mit einer Höhe von 419m ü. NN überragt die Landeskrone das Landschaftsniveau und bildet somit mit seiner markanten Silhouette das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt Görlitz. Eine Wanderung auf dem Naturlehrpfad ist zu jeder Jahreszeit lohnenswert, aufgrund der großen Vielfalt an Frühjahrsblühern jedoch besonders im Frühling zu empfehlen. Basaltische Erhebungen, wie die Landeskrone, sind charakteristisch für das Ostlausitzer Hügelland sowie das südlich anschließende Oberlausitzer Bergland. Sie entstanden in der Zeit des Tertiärs vor etwa 30 Millionen Jahren. Besonders im Winter kann man die zwei Gipfel der Landeskrone erkennen: den Nordgipfel (419,5m) mit der burgartig errichteten Gaststätte und den etwas niedrigeren Südgipfel mit dem im Jahre 1901 errichteten Feuerturm. Der Naturlehrpfad ermöglicht dem Besucher, sich anhand anschaulicher Informationstafeln einen Überblick über Natur und Geschichte der Landeskrone zu verschaffen. Im Jahre 1953 wurde die gesamte Landeskrone aufgrund ihrer geologischen Eigenart und ihrer charakteristischen Pflanzen- und Tierwelt als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Informationstafeln geben u. a. einen Überblick über die charakteristischen vorkommenden Waldgesellschaften, weisen unterwegs auf geologische und kulturgeschichtliche Besonderheiten sowie Arten und Lebensräume hin. Ausschilderung Der Naturlehrpfad folgt gekennzeichneten Wanderwegen. Den Einstieg findet man, wenn man von der Straßenbahnhaltestelle »Landeskrone« der Linie 2 die Schlaurother Straße überquert und linker Hand den Aufstieg mit der Markierung Blauer Punkt über die Aufgangsstraße wählt. Der Weg führt zur Lindenallee. Von hier aus ist der Rundweg mit dem Lehrpfadzeichen »Grüner Schrägstrich« ausgewiesen. Sehenswürdigkeiten am Wege Zu den Besonderheiten zählen neben den Basaltbildungen am Wege und den typischen Laubwaldgesellschaften der 13m hohe Feuerturm auf der Südspitze und der Gipfel der Landeskrone mit seinen historischen Anlagen. Entstehung Der Lehrpfad wurde in den 1980er Jahren durch das Naturkundemuseum Görlitz angelegt und in den Jahren 2006/2007 im Auftrag des damaligen Umweltamtes der Stadt Görlitz erneuert. 8 Blick auf die Landeskrone (Foto: M. Stöckmann) 34 NATURLEHRPFAD LANDESKRONE GÖRLITZ 35

Natur / Umwelt

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