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Lehrpfade im Landkreis Görlitz

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27 Naturlehrpfade des Landkreises Görlitz vorgestellt

17 Themen

17 Themen Zinzendorf-Lehrpfad Herrnhut > Euldorf/Eulkretscham > Herrnhut > Ruppersdorf > Euldorf 8 km 3 2 h • Geschichte über Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, Ortsgeschichte, Geologie und Botanik, Baumarten Sehenswürdigkeiten • Heimatmuseum der Stadt Herrnhut • Völkerkundemuseum Herrnhut • Skulpturenpfad • Zinzendorfschloss Berthelsdorf Schutzgebiete Begleitliteratur Erhältlich • Naturschutzgebiet »Hengstberg« • Landschaftsschutzgebiet Herrnhuter Bergland • FFH Gebiet Nr. 114 »Pließnitzgebiet« • Faltblatt »Auf Endeckungstour durch die ehemaligen Zinzendorfschen Wälder« • Tourist-Information Herrnhut Zum Lehrpfad Der Zinzendorf-Lehrpfad ist dem Grafen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf gewidmet, welcher einst die Genehmigung zur Gründung Herrnhuts gab. Er führt durch einen Teil der ehemaligen Zinzendorfer Wälder. Der Lehrpfad beginnt im Zentrum von Herrnhut und führt über das Schloss Niederruppersdorf, Euldorf mit Eulkretscham und Eulmühle durch das Landschaftsschutzgebiet Eulholz wieder zum Ausgangspunkt zurück. Entlang des Lehrpfades sind 12 Hinweistafeln zu finden. Sie weisen auf natürliche, geschichtliche oder kulturelle Besonderheiten hin. Ein Lehrpfadabschnitt wurde zusätzlich durch Herrnhuter Schüler mit Lehrpfadschildern ausgestattet. Dieser stellt die hier vorhandenen Baum- und Straucharten vor. Der Weg führt durch naturnahe Waldbereiche, streift die Talaue des Petersbaches und hält schöne Aussichten in die vielfältige Landschaft der Oberlausitz mit ihren Bergkuppen bereit. Neben verschiedenen Pflanzen- und Tierarten, welche durch Hinweistafeln besonders hervorgehoben sind, erhält man Informationen zu geologischen Besonderheiten und geschichtlich interessanten Orten, wie z.B. zu den so genannten Bandengruben oder zur Alten Gabler Straße, einer historischen Handelsstraße, deren Verlauf heute durch Hohlwege sichtbar wird. Auf einem Abschnitt trifft der Lehrpfad auf den Skulpturenpfad, eine regionale Besonderheit. Verschiedene religiös geprägte Skulpturen zieren hier den Wegesrand. Sehenswürdigkeiten am Wege Zu den baulichen Besonderheiten, zu denen der Lehrpfad führt, zählen unter anderem der Vogtshof, die Villa Glitsch, das Viadukt, 1846–1848 als Teil der Bahnlinie Zittau – Löbau errichtet, das Ruppersdorfer Wasserschloss, heute ein Kinderheim, sowie das Herrschaftshaus mit seiner schönen Gartenanlage, seit 1998 von der Herrnhuter Diakonie genutzt. Ausschilderung Der Naturlehrpfad ist mit dem Lehrpfadzeichen Grüner Schrägstrich markiert. Entstehung Der Zinzendorf-Lehrpfad wurde durch die Forstverwaltung der Evangelischen Brüder-Unität Herrnhut angelegt und im Jahre 2000 fertig gestellt. 17 Herrschaftsgarten (Foto: NSZ) Skulptur im Herrschaftsgarten (Foto: NSZ) 68 ZINZENDORF-LEHRPFAD HERRNHUT 69

17 links: am Petersbach (Foto: NSZ) Mitte: Viadukt (Foto: NSZ) unten: Schneeglöckchen (Foto: NSZ) 17 Start / Ziel Öffentlicher Verkehr Parkmöglichkeit Information Blick über den »Langsamen Tod« Richtung Ruppersdorf (Foto: NSZ) • P Euldorf / Eulkretscham oder • P am Markt in Herrnhut • Zug: Bahnhof Löbau • Bus: KVG Linie 27 Löbau –Zittau KVG Linie 46 / Bernstadt –Herrnhut –Eibau KVG Linie 54 / Eibau –Obercunnersdorf • Parkplatz am Markt • www.herrnhut.de Wissenswertes Der südöstlich von Herrnhut gelegene Waldbestand wird als »Eulholz« bezeichnet und gehört zum Revier des Forstbetriebes der Evangelischen Brüder-Unität. Das Eulholz befindet sich in einer Höhenlage von 300m und hat den Schutzstatus eines Landschaftsschutzgebietes (LSG). Der Eulbusch wird vom Petersbach mit seinen Tälern durchzogen. Noch vor 120 Jahren waren hier die angrenzenden Wiesen und Wälder zeitweise überschwemmt. Einige natürliche Restvorkommen von Schneeglöckchen (Galanthus nivalis), Märzenbechern (Leucojum vernum) und Weißer Pestwurz (Petasites albus) sind aus dieser Zeit erhalten geblieben. Am Fuße des Auwaldes finden sich Reste eines Hainmieren-Schwarzerlen- Auwaldes. Der Petersbach bildet zugleich die Grenze zum westlich anschließenden Naturschutzgebiet »Hengstberg«. Dieses ist überwiegend mit einem submontanen Traubeneichen- (Tannen-) Buchenwald bestockt. Unter den hier vorkommenden 50 Brutvogelarten befinden sich unter anderem Grünspecht (Picus viridis), Pirol (Oriolus oriolus), Waldlaubsänger (Phylloscopus sibilatrix), Wespenbussard (Pernis apivorus) und Baumfalke (Falko subbuteo). Wer sich hier auf Entdeckungsreise begibt, wird sich besonders an eindrucksvollen Baumbeständen mit zum Teil sehr urwüchsigen Formen erfreuen. Eine solche Besonderheit ist die sogenannte Baumehe: Aus einem Stammansatz wachsen zwei Bäume der gleichen oder auch verschiedener Baumart. Diese Wuchsform geht auf frühere alte Bewirtschaftungsformen zurück. 70 ZINZENDORF-LEHRPFAD HERRNHUT 71

Natur / Umwelt

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