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Lehrpfade im Landkreis Görlitz

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27 Naturlehrpfade des Landkreises Görlitz vorgestellt

18 Strecke Themen

18 Strecke Themen Waldlehrpfad und Karasek-Ringweg > Rundweg nördlich der Stadt Seifhennersdorf im Gebiet des Neugersdorfer Stadtwaldes 4,5 km 2 2 h • als Ganztagswanderung gut kombinierbar mit dem 4,5km langen Karasek-Weg und einem Besuch im Karasek-Museum • Waldlehrpfad Sehenswürdigkeiten • Windmühlberg mit guter Fernsicht ins Zittauer Gebirge • Großer Stein mit Goethekopf in Spitzkunnersdorf • Röthigberg (Frenzelsberg) • Karasek-Museum Seifhennersdorf mit original eingerichteter Oberlausitzer Heimatstube • Puppen-Museum Begleitliteratur Erhältlich • Informationsblatt mit Streckenplan • Karasek-Museum Seifhennersdorf Zum Lehrpfad Der Waldlehrpfad befindet sich nördlich der Stadt Seifhennersdorf im Gebiet des Neugersdorfer Stadtwaldes und beginnt an der Kinder- und Jugenderholungsanlage Querxenland in Seifhennersdorf. Begleitet durch das Symbol der Ameise führt von hier aus die 4,5km lange Erkundungstour durch den Neugersdorfer Wald. Die insgesamt 17 Lehrtafeln mit vielen bildlichen Darstellungen eignen sich besonders für Familien mit Kindern und Kindergruppen bzw. Schulklassen. Hier wird Wissenswertes über die Bedeutung des Waldes, Waldschädlinge, die Entwicklung des Baumes am Beispiel der Fichte vorgestellt und man kann auf einfache und anschauliche Weise Tiere des Waldes, Tierfährten, Fraßspuren, Pilze und vieles andere mehr kennenlernen. Der Lehrpfad führt überwiegend auf bestehenden Forstwegen entlang durch dichten Wald und an Teichen vorbei. Dabei finden sich am Wegesrand immer wieder liebevoll gestaltete Hinweistafeln, die über die Funktionen des Waldes sowie Flora und Fauna Wissen vermitteln. Alles in allem ein anschaulich und übersichtlich gestalteter interessanter Waldlehrpfad, der einen nachhaltigen Eindruck über die Bedeutung des Waldes hinterlässt. Den Besuch des Waldlehrpfades kann man gut mit dem östlich anschließenden 4,5km langen Karasek-Ringweg verbinden, auf dem man etwas über das Wirken der Räuberbande um den legendären Räuberhauptmann Karasek erfahren kann und über geologische und geschichtliche Besonderheiten informiert wird. Empfehlenswert ist ein anschließender Besuch des rund 2km entfernt liegenden Karasek-Museums in Seifhennersdorf. Sehenswürdigkeiten am Wege An heißen Sommertagen empfiehlt sich der Abstecher zum Wald- und Erlebnisbad am Silberteich in Seifhennersdorf, gegenüber dem Kinder- und Erholungszentrum Querxenland zu finden. Ausschilderung Der Waldlehrpfad folgt dem Lehrpfadzeichen Grüner Schrägstrich und wird von dem Symbol der Ameise begleitet. Der Karasek-Ringweg folgt der Markierung Grüner Punkt und dem Symbol des Räuberhauptmanns. Entstehung Beide Lehrpfade wurden in den Jahren 1994/95 im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum/ Fremdenverkehrsbüro angelegt. Finanziert wurde das Projekt mit freundlicher Unterstützung durch das Regierungspräsidium Dresden und der Stadtverwaltung Seifhennersdorf. 18 im Neugersdorfer Wald (Foto: K. Sbrzesny) 72 WALDLEHRPFAD UND KARASEK-RINGWEG 73

18 18 Start / Ziel Öffentlicher Verkehr Parkmöglichkeit Information • Kinder- und Erholungszentrum »Querxenland« • Zug: Bahnhof Seifhennersdorf Trilex-Bahn KBS 236 Seifhennersdorf /Rybniště–Großschönau –Zittau vom Bahnhof Seifhennersdorf ca. 2 km ausgeschilderter Fußweg bis zum »Querxenland« • Bus: von Zittau bis Haltestelle »Seifhennersdorf Bahnhof« KVG Linie 24 / Zittau –Oderwitz –Seifhennersdorf • Bus: von Oppach, Ebersbach, Eibau bis Haltestelle »Seifhennersdorf Silberteich« (etwa 1 km Fußweg bis »Querxenland«) KVG Linie 49 / Eibau –Seifhennersdorf –Ebersbach • Parkplatz am KiEZ »Querxenland« • www.karaseks-revier.de Wissenswertes Der Räuberhauptmann Karasek unternahm vor etwa 200 Jahren im südöstlichsten Zipfel Sachsens, direkt hier im sächsisch-böhmischen Grenzrevier, viele Beutezüge. Er überfiel zumeist die wohlhabenden Leute seiner Zeit, wie Gutsbesitzer, Geldwechsler und Faktoren (Garnhändler). Da er so manchem Armen ein paar Taler zusteckte, wurde er im Volksmund bald der »Edle Räuber« genannt. Der größte Teil der Beute blieb natürlich in der eigenen Tasche. Auch optisch entsprach er nicht dem Bild eines gewöhnlichen Räubers. Immer adrett in einer Jägerkluft gekleidet und redegewandt beeindruckte er besonders die Frauen seiner Zeit. Der Neugersdorfer Stadtwald gehörte einst zum Gebiet des Grenz - waldes zwischen dem Zittauer und dem Bautzner Land. Zwischen Seifhennersdorf und Neugersdorf blieb ein Restwaldbestand erhalten, der überwiegend von Nadelbäumen bewachsen ist. Der Waldbestand am Südrand trägt die volkstümliche Bezeichnung »Seifhennersdorfer Bauernbüsche«. Um 1800 entstand an der Straße nach Neugersdorf die Ausflugsgaststätte »Waldschlösschen«, später als Kinderferienlager des RAW Görlitz genutzt. Heute befindet sich hier das Kinder- und Erholungszentrum »Querxenland«. oben links: Lehrtafel (Foto: K. Sbrzesny) oben rechts: Räuberhauptmann Karasek (Foto: NSZ) Mitte: Wegweiser (Foto: K. Sbrzesny) Fischteich im Stadtwald (Foto: NSZ) 74 WALDLEHRPFAD UND KARASEK-RINGWEG 75

Natur / Umwelt

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